Die perfekte Bewerbung, Teil 8/8 – Das Bewerbungsgespräch

Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch ist bereits die halbe Miete. Allerdings kann ein verpatzter persönlicher Kontakt den Traumjob wieder platzen lassen. Doch wenn Sie ein paar Grundregeln befolgen, die ich Ihnen im letzten Beitrag meiner Bewerbungsreihe vorstelle, steht einer Anstellung beim passenden Arbeitgeber nichts mehr im Wege.

Natürlich kann Sie ein einziger Artikel nicht vollständig auf jedes denkbare Vorstellungsgespräch (VG) vorbereiten. Aber das kann genau genommen auch kein Buch (und es gibt wohl mehr schlechte als nützliche Bewerbungsratgeber in Buchform). Deshalb werde ich erst gar nicht versuchen, das Thema ausgiebig zu behandeln, sondern Sie mit einigen grundlegenden Richtlinien und Empfehlungen versorgen.

Beginnen wir mit meiner wichtigsten Empfehlung.

Üben Sie das Vorstellungsgespräch!

Bitten Sie Freunde, Bekannte oder Familienangehörige, das Vorstellungsgespräch mit Ihnen praktisch zu üben. Selbst wenn Sie von Ihrem Übungspartner keine allzu realistische Darstellung und kein professionelles Feedback erhalten, wird Ihnen das mehr bringen als alle sonstigen theoretischen Vorbereitungen zusammen. Lassen Sie sich unangenehme Fragen stellen (Liste zum Download s. u.) und arbeiten Sie solange an Ihren Antworten, bis Sie sich damit wohl fühlen. In den Bewerbungstrainings habe ich immer wieder festgestellt, dass diese Übung für die meisten die größte Herausforderung darstellt.

Videotraining für jedermann

Noch mehr werden Sie über sich lernen, wenn Sie Ihre Übungen auf Video aufzeichnen. War bis vor nicht allzu langer Zeit ein Videotraining nur Seminarteilnehmern vorbehalten, kann das heutzutage praktisch jedermann mit Smartphone oder Digitalkamera selbst erledigen. Wenn Sie sich später auf Video selbst betrachten, werden Sie die meisten Fehler leicht erkennen, ohne dass Ihnen jemand große Erklärungen dazu abgeben muss, wie etwa eine unentspannte Sitzhaltung, zu leises, zu lautes, zu langsames oder zu schnelles Sprechen oder vielleicht eine nervöse Mimik.

Beispielvideos

Auf der Seite www.hamburg-lernt.de finden Sie unter anderem drei kommentierte Bewerbungsgespräche zum Download als Video. (Die anderen Teile des Bewerbungstrainings finde ich weniger gelungen, und ich habe z. B. in den Beispiellebensläufen zahlreiche Fehler gefunden, aber vielleicht finden Sie ja doch die ein oder andere nützliche Anregung.)

Beispielvideo 1
Beispielvideo 2
Beispielvideo 3

Vorbereitung auf Fragen

Ein wesentlicher Teil eines Bewerbungstrainings befasst sich mit der Beantwortung üblicher, unangenehmer und unzulässiger Fragen. Hierzu möchte ich Ihnen nur ein paar grundsätzliche Richtlinien und einen Fragenkatalog anbieten, den Sie zur praktischen Übung verwenden können.

Auf einschlägigen Webseiten findet man Unmengen an Beispielantworten auf die verschiedensten Fragen im VG. Als Orientierung ist das ganz nett, aber erstens werden Sie dort auch viel Mist finden und zweitens ist offensichtlich, dass es unmöglich ist, auf alle nur denkbaren Fragen eine vorgefertigte Antwort parat zu haben.

Erfahrungsgemäß ist das Auswendiglernen von Antworten nicht sehr ratsam, da die meisten Bewerber das Gelernte in der Aufregung des VG entweder wieder vergessen oder so vortragen, dass offensichtlich ist, dass sie es auswendig gelernt haben.

Glücklicherweise geht es auch einfacher, denn die meisten Fragen lassen sich in eine der folgenden Kategorien einordnen. Wenn Sie Ihre Stärken, Schwächen und Ihre Motivation gut kennen (z. B. weil Sie meinen Anweisungen der ersten Artikel dieser Reihe gefolgt sind), müssen Sie sich nur noch auf  wenige Grundstrategien »programmieren«:

  1. Ihre Stärken: Man möchte etwas über Ihre Begabungen, Fähigkeiten und Erfahrungen erfahren, einschließlich fachlicher und sozialer Kompetenzen.
    Strategie 1: Nennen Sie alles, was Ihr Kompetenzprofil hergibt, beginnend mit Ihren herausragendsten Eigenschaften und denen, die Ihr zukünftiger Chef vermutlich am meisten schätzen wird. Lassen Sie alles weg, was für diesen Arbeitgeber nicht relevant ist. Schweifen Sie nicht ab, und fangen Sie auf keinen Fall an, über etwas zu sprechen, was Sie nicht so gut können.
    Strategie 2: Sagen Sie nicht einfach nur »Ich bin kommunikativ«, sondern illustrieren Sie Ihre Antworten mit Beispielen: »Ich gehe gerne auf Menschen zu und suche sofort den Dialog, wenn ich merke, dass Klärungsbedarf besteht.« Oder noch besser, Sie erzählen eine kleine Anekdote, die Ihre Fähigkeit veranschaulicht oder nennen Erfolge, die das direkte Ergebnis Ihrer Fähigkeit waren.
  2. Ihre Schwächen: Wenn Sie nach Ihren Schwächen gefragt werden, erwartet niemand von Ihnen, dass Sie alles auflisten, was Sie nicht gut können, und natürlich sollten Sie das auch nicht tun. Mit diesen Fragen möchte man lediglich herausbekommen, wie reflektiert Sie mit Ihren sog. Defiziten umgehen.
    Strategie 1: Wandeln Sie Ihre Defizite in Stärken um. Populärstes Beispiel (das Sie auf keinen Fall mehr verwenden sollten, wenn Sie kein gelangweiltes Gähnen riskieren wollen): »Ich bin sehr ungeduldig, was aber dazu führt, dass ich Dinge schnell erledige.« Zeigen Sie, dass Sie Ihre wunden Punkte kennen, aber genau wissen, wie Sie sie ausgleichen können.
    Strategie 2: Nennen Sie Schwächen bzw. Defizite, die für die angestrebte Position kein Hindernis darstellen würden.
    Mit ein wenig Geschick können Sie auch die Beantwortung solcher Fragen dazu nutzen, um über Ihre Stärken zu sprechen.
  3. Ihre Motivation: Jeder Arbeitgeber möchte natürlich gerne wissen, warum Sie eigentlich bei ihm arbeiten wollen und wie Sie sich Ihre berufliche Zukunft vorstellen.
    Strategie 1: Zeigen Sie ihm, dass Sie glauben, in dieser Firma glücklich werden zu können und nennen Sie die Gründe dafür. Es ist von großem Vorteil, wenn Sie sich mit dem Produkt der Firma identifizieren können.
    Strategie 2: Werden Sie sich über Ihre eigenen Ziele so klar wie möglich und nennen Sie diese im VG. Wenn Sie dann nicht genommen werden, war es ohnehin die falsche Firma für Sie.
    Schlechte Strategie: »Weil ich Geld brauche.« »Um später eine gute Rente zu bekommen.« »Weil ich bald kein Arbeitslosengeld mehr bekomme.« »Ihre Anzeige war die erste, die ich gesehen habe.« »Bei Ihnen kann ich am schnellsten Karriere machen.«
  4. Ihre Reaktion: Unangenehme und provokative Fragen gehören zu dieser Gruppe. Es wird nicht wirklich eine inhaltliche Antwort von Ihnen erwartet, sondern man möchte sehen, wie Sie auf überraschende Fragen und Stress reagieren. Manche Fragen zielen darauf ab, Ihre Konfliktfähigkeit und Sozialkompetenz zu testen.
    Strategie 1: Es ist ein weit verbreitetes Missverständnis, dass man jede Frage inhaltlich beantworten muss. Werden Sie etwa nach Ihrer politischen Gesinnung gefragt, so müssen Sie weder mit »Ich finde die Piraten toll.« noch mit »Das geht Sie doch wohl nichts an, oder?« antworten, sondern können z. B. mit einer Gegenfrage ausweichen: »Ich bin überrascht, dass Sie mich das fragen und neugierig, inwieweit das relevant für die angebotene Position ist.«
    Strategie 2: Sollten Sie im Vorstellungsgespräch mit bewusst provozierenden Stress-Fragen belästigt werden, lautet meine Empfehlung: Meiden Sie diesen Arbeitgeber. Diese Psychomasche ist überholt und weist darauf hin, dass Sie in diesem Unternehmen auf wenig Sozialkompetenz hoffen dürfen.
    Strategie 3: Wenn Sie nach Ihrem bisherigen Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten gefragt werden, reden Sie auf keinen Fall abfällig oder schlecht über andere, auch nicht über Konkurrenten, Kunden usw.!!!
  5. »Verboten«: Fragen, die rechtlich unzulässig sind, wie z. B. nach Schwangerschaft, Kinderwunsch, Krankheiten, Religion, Vorstrafen etc., müssen nicht wahrheitsgemäß beantwortet werden. Unzulässig bedeutet hier allerdings nicht, dass Sie den Arbeitgeber dafür verklagen können, wenn er Sie stellt.
    Strategie 1: Es wäre strategisch unklug, hier auf die Unzulässigkeit der Frage hinzuweisen und die Antwort zu verweigern. Stattdessen dürfen Sie hier das Blaue vom Himmel herunterlügen, ohne dass Ihnen rechtliche Konsequenzen drohen oder dass Ihr Arbeitsvertrag dadurch berührt würde (was z. B. der Fall wäre, würden Sie über Ihren Ausbildungsabschluss lügen).
    Strategie 2: Überlegen Sie sich gut, ob Sie für jemanden arbeiten möchten, der solche Fragen wider besseren Wissens stellt.
    Wichtig: Wenn die Frage in direktem Zusammenhang mit der Tätigkeit steht, muss Sie trotzdem wahrheitsgemäß beantwortet werden. Beispiel: Eine Laborangestellte, die mit Gefahrstoffen arbeiten soll, muss trotzdem über eine bestehende Schwangerschaft Auskunft geben, ein LKW-Fahrer über eine bestehende Alkoholkrankheit und ein Geldbote über eine Vorstrafe wegen Diebstahls.

Alles läuft darauf hinaus: Je besser Sie sich selbst kennen, umso leichter wird Ihnen die Beantwortung von Fragen fallen.

Download: Fragen im Vorstellungsgespräch

Ein großer Teil der Fragen auf diesem Arbeitsblatt sind recht weit hergeholt und werden Ihnen vermutlich nie begegnen. Dennoch können Sie Ihnen als gute Richtschnur dafür dienen, ob Sie noch leicht aus der Ruhe zu bringen wären oder ob Sie die Fragen auch beantworten könnten, ohne unsicher zu werden oder in eine peinliche Situation zu geraten.

Grundsätzliche Richtlinien

Authentizität

Unglücklicherweise suggeriert der überwiegende Teil aller Bewerbungsratgeber (sowohl in Buch- wie auch in menschlicher Form) dem Bewerber, dass es im VG darum geht, möglichst gut zu schauspielern, also eine Rolle zu spielen. Kurz gesagt: Ich bin kein Freund dieser Haltung. Warum? Nun, wenn Sie eine tolle Rolle gespielt haben, und es kommt zur Anstellung, wer ist denn dann eingestellt worden? Sie oder die Rolle?

Wenn Sie nur irgendeinen Job haben wollen, damit die Kohle ‚reinkommt, dann ist das sicherlich eine gute Strategie.

Möchten Sie jedoch eine Arbeit bei einem Arbeitgeber, der zu Ihnen passt, und eine Arbeit, die Sie dauerhaft gerne machen, dann rate ich Ihnen dringendst dazu, so authentisch und ehrlich zu sein, wie nur irgend möglich.

Es spricht allerdings nichts dagegen, Ihre Vorzüge besonders hervorzuheben. Sprechen Sie soviel wie möglich über alles, was gut an Ihnen und Ihren bisherigen Erfahrungen war, und lassen Sie sich so wenig wie möglich dazu hinreißen, über Negatives zu sprechen. Täuschung oder gar Lüge ist jedoch absolut tabu.

Auf Augenhöhe

Erfahrungsgemäß gehen die meisten Bewerber in der Haltung eines Bittstellers zu einem VG. Unbewusst erheben sie den potenziellen Arbeitgeber auf ein Podest und liefern sich seiner »Gnade« aus. Wie in einer besonders schweren Prüfung ist die Angst vor dem vermeintlichen »Scheitern« so groß, dass sie sich geradezu devot verhalten, um ja nicht abgelehnt zu werden. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Dieses Verhalten hat jedoch nicht selten fatale Folgen, denn Arbeitnehmer, die sich devot geben, ziehen Arbeitgeber an, die sich als gönnerhafte Patriarchen sehen und zur Ausbeuterei neigen.

Versuchen Sie daher lieber, Ihrem zukünftigen Arbeitgeber auf Augenhöhe entgegenzutreten und ihn als gleichwertigen Geschäftspartner zu sehen. Ihnen gegenüber sitzt ein Mensch, genau wie Sie. Er möchte etwas von Ihnen, was er braucht (Ihre Dienstleistung), und Sie möchten etwas von ihm, was Sie brauchen (Lohn). Nun einigen Sie sich auf den Kurs, und das Geschäft ist perfekt. Kein Grund also, sich minderwertiger zu fühlen.

Checkliste für die Vorbereitung

Dies sind die Punkte, die zwischen einer Einladung zum Gespräch und dessen Beginn zu beachten sind:

  1. Vorstellungstermin bestätigen: Normalerweise wird man Sie auf dem Einladungsschreiben ohnehin um eine Terminbestätigung bitten. Doch auch andernfalls sollten Sie dies nicht versäumen. Telefonisch wäre nun auch ein guter Zeitpunkt um die Namen von Ansprechpartnern oder Details zum Treffpunkt in Erfahrung zu bringen.
  2. Selbstpräsentation vorbereiten: Die Selbstpräsentation beinhaltet die Dinge, die Sie in 2-3 Minuten über sich erzählen, wenn Sie zu Beginn aufgefordert werden, »einmal etwas über sich zu erzählen.« Dieser Punkt ist Teil der praktischen Übung des Vorstellungsgesprächs und würde den Rahmen dieses Artikels sprengen.
  3. Firmeninformationen einholen: Praktisch jede Firma hat heutzutage eine Webseite. Absorbieren Sie die relevanten Informationen, um bei Bedarf mit Vorwissen glänzen zu können.
  4. Anreise planen, Anfahrtsskizze: Tun Sie alles Erforderliche, damit Sie pünktlich und entspannt zum Gespräch erscheinen können. Beziehen Sie Staus o. ä. in Ihre Planung ein. Wer zu spät zum VG kommt, mindert seine Chancen immens.
  5. Bewerbungsunterlagen (wie abgesendet): Als Gedankenstütze und für den Fall, dass man Ihre Unterlagen vergessen hat, sollten Sie eine Kopie Ihrer Unterlagen in der gleichen Zusammenstellung, wie Sie sie an das Unternehmen geschickt haben, dabei haben.
  6. Einladungsschreiben: Besonders in großen Firmen ist das Einladungsschreiben Ihre Eintrittskarte, ohne die Sie mit Problemen mit dem Pförtner rechnen müssen.
  7. Name und Position der Ansprechpartner: Sollten Sie die Namen Ihrer Gesprächspartner bereits bekannt sein, prägen Sie sich diese im Vorfeld gut ein, um einen guten Eindruck zu hinterlassen.
  8. Weitere Referenzen und Zeugnisse oder Arbeitsproben: Hierzu gehören alle Nachweise, die nicht mehr in die Bewerbungsmappe passten, aber trotzdem von Interesse sein könnten, z. B. Entwürfe eines Designers, Urkunden usw.
  9. Liste mit eigenen Fragen: Notieren Sie sich alle Fragen, die nach dem VG geklärt sein sollten. Es ist üblich, dass Sie gegen Ende die Möglichkeit bekommen, eigene Fragen zu stellen. Damit Sie dann nichts Wichtiges vergessen, können Sie diese Liste zücken um noch offene Punkte klären.
  10. Schreibzeug für Notizen: Es wird nicht als unhöflich gewertet, wenn Sie sich während des Gesprächs Notizen zu wichtigen Informationen machen, um später nicht noch einmal nachfragen zu müssen.
  11. Kleidung: Überlegen Sie sich früh genug, was Sie zum Gespräch anziehen wollen. Es ist einleuchtend, dass auch dieser Punkt hier nicht erschöpfend geklärt werden kann. Eine gute Faustformel ist jedoch: Tragen Sie etwas feinere Kleidung als Sie später zur Arbeit tragen werden. Außerdem sollten Sie sich in Ihrer Kleidung wohl fühlen. Es ergibt für einen Kfz-Mechaniker wenig Sinn, im Nadelstreifenanzug beim VG zu erscheinen.
  12. Körperpflege: Diesen Punkt erwähne ich nur vollständigkeitshalber. Jedem, der sich von meinen Artikeln angesprochen fühlt, sollte klar sein, was hier angemessen ist.
  13. Bonbon gegen schlechten Atem: Da ich immer wieder einmal auf ansonsten gepflegte Menschen mit atemberaubenden Mundgeruch treffe, denen dies offenbar aber nicht bewusst ist, möchte ich diesen Tipp besonders betonen. (Siehe auch Beziehungskiller Luxusduft)
  14. Handy aus! Wird immer wieder gerne vergessen und kostet ganz viele Punkte.

Typischer Ablauf eines Vorstellungsgespräches

Erwarten Sie das Unerwartete. Kein Bewerbungsgespräch ist wie das andere. Ich habe Bewerbungsgespräche erlebt, an deren Ende der Bewerber mehr über den Chef wusste als umgekehrt, weil selbiger im Lichte seines Ego über 90% der Konversation betrieb. Wenn Sie von einer Firma mit einer erfahrenen Personalabteilung eingeladen werden, ist es wahrscheinlicher, dass Ihr Gespräch in etwa folgende Elemente enthalten wird, wenn auch nicht unbedingt in genau dieser Reihenfolge:

  1. Begrüßung: Vergessen Sie nicht, sich für die Einladung zu bedanken!
  2. Smalltalk: »Haben Sie gut hergefunden? Bla… bla…«
  3. Vorstellung des Unternehmens: Meist erzählt der Arbeitgeber ein wenig über das eigene Unternehmen. Manchmal kommt die Frage »Wissen Sie schon ein wenig über unser Unternehmen?« Wenn Sie gut vorbereitet sind, können Sie hier mit ein paar geschickt gestreuten Fakten glänzen.
  4. Selbstpräsentation: »Dann erzählen Sie doch einmal etwas über sich.« 2-3 Minuten sind ein guter Anhaltspunkt für die Dauer Ihrer Selbstpräsentation, nicht viel länger. Dies ist üblicherweise die einzige Gelegenheit während des Gespräches, selbst zu bestimmen, was Sie über sich erzählen möchten. Nutzen Sie sie gut!
  5. Fragen des Arbeitgebers: Nun beginnt der vermutlich längste Teil des VG, in dem Sie genau unter die Lupe genommen werden.
  6. Eigene Fragen: Nachdem man Sie zu Ende ausgefragt hat, ist es üblich, Ihnen die Gelegenheit für eigene Fragen zu geben (die Sie ja im Vorfeld bereits gesammelt und notiert haben).
  7. Gehalt, Eintrittstermin, Sonderleistungen, Arbeitszeiten: Diese Themen können angesprochen werden, wenn das VG positiv verlaufen ist und nicht noch weitere Runden zwecks engerer Auswahl geplant sind. Andernfalls sind sie Inhalt gesonderter Vertragsverhandlungen.
  8. Fahrtkosten: Die eventuelle Erstattung von Fahrtkosten zum VG sollte bereits im Vorfeld geklärt sein. Jetzt können Details geklärt werden.
  9. Besichtigung des Arbeitsplatzes: Wenn nach dem Gespräch bereits klar geworden ist, dass Sie wirklich gut zueinander passen, sollten Sie darum bitten, Ihren zukünftigen Arbeitsplatz besichtigen zu dürfen, falls man Ihnen dies nicht ohnehin anbietet. So können sie wertvolle Eindrücke über die Unternehmensatmosphäre sammeln.
  10. Weiteres Vorgehen: Versäumen Sie nicht, den nächsten Schritt abzusprechen. Wer ruft wen und wann an? Müssen noch Unterlagen nachgereicht werden usw.
  11. Dank, Abschied: Und natürlich bedanken Sie sich für das (hoffentlich) freundliche Gespräch.

Hiermit schließe ich meine Artikelreihe rund um die Bewerbung vorerst ab und wünsche allen Lesern, dass ihnen meine Tipps helfen, den optimalen Job zu finden.

Ich freue mich über jedes Feedback und werde Verbesserungsvorschläge in die bestehenden Artikel einarbeiten.

Zum vorigen Artikel: Teil 7: E-Mail-Bewerbung

© 2016 Björn Klug

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